Hinweis: Unsere Multimedia-Reportage passt sich vom Smartphone bis zum Laptop perfekt an und liefert auf jedem Gerät ein Vollbild-Erlebnis.
Los geht’s!
Der Ton kann über das Lautsprecher-Symbol in der Navigationsleiste wieder deaktiviert werden.
Wenn wir Junggesellen am Dienstag die letzten Reste der Kirmes auf dem Zeltboden zusammenkehren, freuen sich viele von uns auf ein paar ruhige Sommerwochen. Denn nach vier durchgefeierten Kirmestagen und Wochen voller Mai- und Schützenfeste sind nicht wenige urlaubsreif – hatten sozusagen eine Überdosis Dorf.
Kirmesball in Oidtweiler: Das Dorf im siebten Himmel
Als Maikönigspaar feiert ganz Oidtweiler mit einem. So eine Kirmes habe ich noch nie erlebt.
Maikönig Gino Tonello
Doch die Erschöpfung hält bei keinem lange an und die Sommerwochen ganz ohne Dorffest ziehen sich immer länger. Wie gut, dass schon am 7.9.2024 das Oidtweiler Weinfest ansteht. Mit allen, die vorher noch ihre Dosis Dorf brauchen, schauen wir auf Kirmesmomente zurück, die wir so schnell nicht vergessen werden.
… besser nicht! Aber was ist in diesem Moment wohl am größten: Ist es der Druck auf den Schultern des Maikönigs? Oder doch eher …
Noch mehr Maibaumbilder? Dann bitte rechts auf den Pfeil klicken!
… der Druck auf dieser Leiter?
„Der erste Schlag muss sitzen, Alter!“ – mit den gut gemeinten Ratschlägen von Ex-Maikönig Tim Heyer kann jedenfalls nichts schiefgehen.
Souverän, der (Substantiv, maskulin)
Bei aller Aufregung hat sich hier noch keiner so richtig verhaspelt. Und so schlägt sich am Ende auch Gino Tonello souverän sozusagen selbst zum Maikönig:
Mit diesen Hammerschlägen eröffne ich die Prunkkirmes 2024 in Oidtweiler!
So schief wie die oben erwähnte Leiter wird jetzt jedenfalls nichts mehr gehen, im Gegenteil: Jetzt geht es richtig los!
Auch Tim, Ginos Vorgänger, ist nun nicht mehr zu halten.
Tomorrowland, Parookaville, Wacken – der Hype um Festivals könnte kaum größer sein. Der Kirmesfreitag in Oidtweiler bildet praktisch den Startschuss der sommerlichen Festivalsaison: Mehr Menschen pro Quadratmeter als bei Taylor Swift auf Schalke, ein Musik-Mix von Wacken bis zum Hamburger Schlagermove und magische Stimmung wie beim Tomorrowland.
Am frühen Abend des Kirmessamstags werfen die Junggesellen im Festzug lange Schatten. Die Sonne steht tief über dem Dorf und setzt die Maipaare ins rechte Licht, wenn sie sich zum ersten Mal ihren Gästen präsentieren.
Schöne Kirmestage werfen ihre Schatten voraus.
Am Samstagabend seit Jahrzehnten Taktgeber im Festzug: die Musikanten vom Trommler- und Spielverein 1913 Baesweiler
Station In den Füllen: Bevor sich die Maipaare erstmals ihren zahlreichen Gästen präsentieren, findet auf der Straße ein buntes Miteinander statt.
Beim Abholen der Maipaare ist das halbe Dorf auf den Beinen. Die andere Hälfte ist schon unterwegs Richtung Festzelt.
„Mehr Vieh!“: Maimädchen-Papa HaPe Jonen sorgt auch ohne Lederhose für Stimmung.
Letzte Korrekturen vor der Parade, denn Ordnung muss sein – drinnen wie draußen.
Das erste Schaulaufen des Wochenendes ist für die Maipaare eine gute Generalprobe für den Festzug am Sonntagnachmittag.
Königspaar Kim und Gino – wer auch die Maipaare bestaunen möchte, klickt auf den Pfeil nach rechts.
Maipaar Mandy und Johannes
Maipaar Katharina und Fabian
Große Gesten zum Beginn einer langen Nacht.
Men in Black mit Königin
Als eine seiner ersten Amtshandlungen ehrt der neue Vorsitzende David Hauch seinen Bruder Timo für dessen zehnjährige Vereinszugehörigkeit. Daneben feiern auch Philipp Thelen, Jan Brittner und Patrick Schaffrath ihre Top-Ten.
Einfach himmlisch: Die Coverband Nyne ließ das zum Platzen gefüllte Festzelt abheben.
„Warum hast Du nicht Nyne gesagt?“
Nach Mitternacht wird es emotional …
Nach einer langen kurzen Nacht wartet bereits der nächste Programmpunkt auf die Junggesellen und ihre Gäste: vom Oidtweiler Treff geht es zur Kirmesmesse.
In den politischen Farben getrennt, beim Kirchgang vereint (von links): Oliver Faber, Matthias Harren, Pierre Froesch, Olaf Scholz und Katarina Barley
Richtung St. Martinus: Hauptmann Timo führt den Festzug an
Für weitere Impressionen aus der Kirmesmesse: einfach Pfeil nach rechts klicken
Vor dem Fahnenschwenken passiert in einem unscheinbaren Moment ganz schön viel: Aus einem kleinen Beutel der Maimädchen ziehen die Maijungen schmale Bänder aus den Stoffen der Kleider. Ob sie dabei einen Hinweis auf das Kleid ihres Maimädchens gezogen haben, wissen sie erst kurz vor dem Festzug.
Fun fact: Die Stoffbänder zieren die Schwenkfahne über das ganze Junggesellen-Jahr hinweg.
Nach der Messe wird sich auf dem Kirmesplatz erstmal gestärkt. Laurens Moll hilft bei der Bewältigung des großen Andrangs.
Mai-jung geblieben: generationenübergreifendes Eingrooven bevor der Festzug anrückt
Maipaar vor 50 Jahren: Angelika und Hans Esser
Oidtweilers inaktive Junggesellen geizen nie mit Applaus.
Die Maipaare vor 25 Jahren (von links): Kerstin und Frank Mangels, Nicole und Frank Redemann
Wie vor 40 Jahren im Mittelpunkt: die Jubilar-Maipaare Heike und Hermann-Josef Eckardt (vorne), Doris und Stefan Litzel
Maikönig 1984: Heinz Bremer
In sechs Jahrzehnten als Oidtweiler Junggeselle gibt es viel zu lachen: Jubilarkönig Felix Aretz (links) und Maijunge Erwin Bergstein
Schnelle Stärkung vor der großen Königsparade: die inaktiven Junggesellen Markus Dammers, Carsten Jansen und Carsten Redemann (von links)
La-Oma-Welle in der Fanzone: Euphorische Begrüßung der Maipaare
Läuft wie geschmiert: Erwin Bergstein und Felix Aretz feiern ihr 60-jähriges Maijungenjubiläum
Gern gesehene Gäste: befreundete Vereine bereichern den Festzug
Kindliche Freude bei den Baesweiler Majestäten
Triumph für die Staffel: Oidtweiler lässt Baesweiler keine Chance.
Achtung, fertig … los!
Handschlag, Kuss und Vereinsnadel: Beim Königsball am Sonntagabend stehen auch langjährige Mitglieder im Rampenlicht. Manfred Hansen ist seit vier Jahrzehnten Oidtweiler Junggeselle. Mit ihm wurden weitere Jubilare geehrt (Pfeil nach rechts klicken):
25 Jahre: Christian Heutz
25 Jahre: Kay Nippold
40 Jahre: Matthias Kahlen
40 Jahre: Franz-Josef Bergstein
50 Jahre: Rolf Obst
50 Jahre: Hubert Winands
Mit Bravour bestanden: Matthias Harren bei seiner Festzeltpremiere als Ortsvorsteher.
Bei den Jubilaren ist die Stimmung fantas-tisch.
Auch die Jubilarpaare haben sich ein Küsschen verdient … und Blumen.
Zeltwirt Friedel und seiner Frau Bine gilt ein besonderer Dank. Sie haben gemeinsam mit den Oidtweiler Junggesellen über 30 Jahre Kirmes gefeiert und dafür gesorgt, dass auf dem Festzelt alles rund läuft und keine Kehle trocken bleibt. Nun winkt der wohlverdiente Zeltwirtsruhestand.
Wie Friedel Schleiden auf über drei Jahrzehnte als Oidtweiler Zeltwirt und seinen Abschied schaut, haben die Junggesellen Konstantin Kockerols und Jan von Ameln mit ihm im Vorfeld der Kirmes in einem Interview besprochen.
Bine fliegt über die Zeltköpfe.
Der Friedel sei mit ihr.
Sound-Cocktail: DJ Dete Schönebeck, die Baesweiler Junggesellen und die künstliche Intelligenz haben sich für Friedel Schleiden ins virtuelle Tonstudio begeben:
Nach 32 Jahren in Amt und Würden bescheinigt der Junggesellenverein seinem Zeltwirt Friedel Schleiden und seinem Team eine Bilanz der Superlative. Dass viel Bier durch den Zapfhahn gelaufen ist? Klar. Aber wie viele Goldbären, Lakritz-Stangen oder Käsewürfel seine Kellnertruppe verzehrt, um vier Tage Höchstes zu leisten, ist wohl den wenigsten klar. Was Friedel und sein Team in den vergangenen drei Jahrzehnten geleistet haben, lässt sich sowieso nicht in Worte fassen. Deshalb lassen wir die von uns geschätzten und vermuteten Zahlen sprechen:
83 Kilogramm HARIBO-Naschi und Käsewürfel verputzt das Thekenteam durchschnittlich an einem Kirmeswochenende.
Flächengröße, die von Zeltwache Ronald gereinigt, gefegt und gebonert wird: 9 Quadratkilometer
Fünf Mal um den Erdball reicht die Länge aller Papiertischdecken, die von den Kellnerinnen und Kellnern auf den Festzelttischen ausgerollt wurden.
Und? Bist du zufrieden?
nervigste Frage an Friedel
Längste Zapfdauer mit durchgehend geöffnetem Zapfhahn: 216 Minuten – gemessen am Kirmessamstag 2022 von 22:18–1:54 Uhr
9.482 Hektoliter hat Friedel Schleiden in den drei Jahrzehnten als Oidtweiler Zeltwirt verzapft. Dies entspricht etwa 940 Schwimmbädern oder dem halben Bodensee.
Mit guter Laune und viel Gefühl für den großen Moment begleiteten die Pearls das Dorf durch den Klompenball.
Prösterchen! Als inaktiver Junggeselle muss man sich seine Kräfte gut einteilen und auch mal kleine Brötchen backen, ähm, Gläschen trinken.
Mit großen Schritten auf dem Catwalk zur Top-Platzierung bei der Klompenprämierung.
Die Oidtweiler Alternative zum Autofahren: Das Post-Moped.
Volle Hütte!
Haben gut Lachen: Auch Tim Heyer und Tobi von Ameln sind ab jetzt inaktive Junggesellen.
Das Aussteiger-Quartett auf einen Blick (von links): Sydor Vossen, Hermann Eckardt, Tobias von Ameln und Tim Heyer
Coole Socken und starke Schultern bei der Verabschiedung.
„Friedel on fire“
Ist noch im Wachstum: Noah Springmann
Sieht zufriedel aus: Manche sagen, so hätte Zeltwirt Friedel schon immer nur in Oidtweiler gelacht.
Ihr, liebe Besucherinnen und Besucher, habt uns überwältigt mit Eurer großartigen Resonanz auf unsere geliebte Prunkkirmes. Dafür sagen wir Danke. Ihr habt gezeigt: Oidtweiler lebt.